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Würzburger Gästeführerverein übergibt Spende für den Rathaus-Gedenkraum
Pressemitteilung [als PDF]
Würzburg, 6. August 2010
Im Rathaus am Grafeneckart übergaben Sonja Wagenbrenner und Sebastian Karl vom Würzburger Gästeführer e. V. eine Spende von 750.- Euro an die Stadt. Oberbürgermeister Georg Rosenthal dankte herzlich für das Engagement der Vereinsmitglieder, die im März mit Führungen zum „Weltgästeführertag“ wieder Spenden für einen kulturellen Zweck gesammelt haben. Dieses Jahr soll das Geld für die Neugestaltung des Rathaus-Gedenkraumes zur Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 verwendet werden.

Kulturreferent Muchtar Al Ghusain, der das Gedenkraum-Projekt für die Stadt koordiniert, sagte, man sei noch in der Planungsphase. Details kämen im Herbst auf die Tagesordnung im Stadtrat. Wie die Würzburger die schwierigen Abschnitte ihrer Geschichte am besten aufarbeiten und in der Öffentlichkeit präsentieren sollten, darüber wünscht sich Al Ghusain künftig eine rege Diskussion. Vor kurzem initiierte sein Referat auch einen „Dialog Erinnerungskultur“. Die aktuelle Ausgabe von „KulturGut“, dem neuen Magazin für die Kulturregion Würzburg, macht die Form des Gedenkens an die Naziherrschaft und ihre Folgen zum Schwerpunktthema. Ein Beitrag gibt auch die Erfahrungen wieder, die die örtlichen Gästeführer mit Touristen aus ganz Deutschland und der Welt dazu machen.
In den sonntäglichen Rundgängen der „Stadtverführungen“ greifen die Gästeführer immer wieder auch Themen auf wie die Zerstörung, die Judenverfolgung oder den Wiederaufbau und richten sich damit vornehmlich an die Würzburger selbst. „Stolpersteine erzählen Lebensgeschichten“ lautet der Titel eines Rundgangs, den Christine Hofstetter am Sonntag, den 15. September um 15.00 Uhr ab Falkenhaus anbietet.
Würzburger Gästeführer sammelten für den Rathaus-Gedenkraum
450 Teilnehmer beim Weltgästeführertag 2010
750.- Euro klingelten im Sparschwein des Würzburger Gästeführervereins, als die Organisatoren nach dem Ende des „Weltgästeführertags“ Bilanz zogen. Am vergangenen Sonntag (21.3.10) hatten die Stadtführer unter dem Motto „Es riecht nach Arbeit“ wieder kostenlos Rundgänge angeboten und bei den Teilnehmern Spenden gesammelt. Das Geld soll der Neugestaltung des Rathaus-Gedenkraumes zur Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 zugute kommen.
Trotz wechselhaften Wetters kamen 450 Gäste, die sich Führungen zu den Würzburger Bäcks, zu Berufen in Straßennamen, zu Weinbau und Handwerkern oder zu Kellern und Höfen in Hätzfeld anschlossen. Aber auch die Altstadtrundgänge und Familienführungen mit Kindern wurden eifrig besucht. Teilnehmer aus dem Hohen Norden waren begeistert vom Rundgang „Würzburg op Plattdütsch“, der sogar vom Bayerischen Fernsehen gefilmt wurde. Der bekannte „Würzburger Nachtwächter“ hat die plattdeutschen Ausführungen übrigens scherzhaft kommentiert. Über diese Begegnung der etwas anderen Art will das Dritte am Dienstag, den 23.3. zwischen 17.30 und 18.00 Uhr berichten.
Wer den Aktionstag verpasst hat, kann die Themenführungen bei den jeweiligen Spezialisten direkt buchen oder manche auch im Programm der „Stadtverführungen 2010“ wieder finden. Die neue Saison der regelmäßigen Sonntagsführungen startet Anfang April und geht bis Ende Oktober. Informationen gibt es in einem gesonderten Flyer (u.a. Tourist Info im Falkenhaus) oder auf der Website des Vereins.
Weltgästeführertag© 2010 zum Thema „Es riecht nach Arbeit“


Am Sonntag, den 21. März 2010 von 11 bis 16 Uhr bieten die Würzburger Gästeführer wieder kostenlose Sonderführungen an. Dabei sammeln sie bei den Teilnehmern Spenden für die Neugestaltung des Rathaus-Gedenkraumes zur Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945, also vor nunmehr 65 Jahren.
Unter Federführung des städtischen Kulturreferats und des Stadtarchivs ist geplant, den Gedenkraum insgesamt zeitgemäßer auszustatten. Vor allem inhaltlich soll die Ausstellung erweitert werden: Künftig wird darin nicht nur das Gedenken an die Zerstörung Würzburgs Platz finden. Ausführlicher darstellen möchte die Stadt auch die Ursachen der Zerstörung, die im System des deutschen Nationalsozialismus begründet liegen. Die Gästeführer, die den Gedenkraum häufig mit Gästen aus aller Welt besuchen, möchten die Neugestaltung mit ihrer Spende unterstützen.
Das Motto des Weltgästeführertages©, mit dem die im Bundesverband der Gästeführer organisierten Vereine auf ihre Arbeit und das Engagement für ihre Stadt aufmerksam machen, lautet diesmal „Es riecht nach Arbeit“©. Und das tut es, wenn zum Beispiel von den Würzburger Bäcks und traditionellen Handwerksbetrieben die Rede ist, von Heidingsfelder Winzerkellern oder vom harten Kinderalltag in früherer Zeit.
Um 11 Uhr startet Claudia Jüngling unter dem Titel „Mühsam war´s – Küche und Haushalt früher“ mit einer Familienführung im Mainfränkischen Museum (Eintritt für Erw. 4.- Euro). In der volkskundlichen Abteilung demonstriert sie unter anderem, wie die Hausfrau früher gebuttert und Brot gebacken hat. Antje Hansen schildert in der Kinderführung „Klickern, Kreiseln, Kohlenschleppen“, wie Kinder im alten Würzburg lebten und arbeiteten (15.00 Uhr ab Falkenhaus). „Eine Würzburger Institution“ würdigt Dorothea Wölfel in ihren Rundgängen zu den traditionellen Würzburger Bäcks (12 Uhr ab Vierröhrenbrunnen). Unter dem Motto „Geld stinkt nicht“ lässt Sebastian Karl Erstaunliches verlauten vom historischen Marktgeschehen, vom Bankier Hirsch und vom Maurermeister Kees (12.00 und 14.30 Uhr ab Vierröhrenbrunnen). Almut Schaffrath geht „Von Arztlade bis Zinkhof“ und erläutert, was uns Straßennamen über Berufe und frühere Bewohner der Innenstadt sagen (13.30 und 15.30 Uhr ab Falkenhaus).
Natürlich geht es auch um den Wein, der die Arbeitswelt der Würzburger ja seit mehr als 1200 Jahren bestimmt: In „Glanz und Elend im Weinbau“ erzählt Alexandra Memmel interessante und sinnliche Weingeschichten – und bleibt dabei nicht nur theoretisch (13.00 Uhr ab Vierröhrenbrunnen). Das Hätzfelder Original Renate Wohlfart titelt „A alt´s Gerütsch könnt´ viel erzähl´“ für einen kurzweiligen Spaziergang entlang der Stadtmauer von Heidingsfeld. Dabei entführt sie ihre Gäste auch in Keller und Höfe, wo heute wie einst Winzer und Bauern wirkten (15.00 Uhr ab Haltestelle Klingenstraße, Straba Nr. 5).
Eine bemerkenswerte Premiere wird es sicherlich, wenn die Schleswig-Holsteinerin Maike Hansen in nordfriesischem Plattdeutsch durch ihre Wahlheimat führt. Zu "Würzburg op plattdütsch“ sind nicht nur hier lebende Nordlichter willkommen, sondern auch „fremdspracheninteressierte“ Franken! Entsprechend herausfordernd lautet die Einladung: „Lat uns ma dörch unse lütje, nije un ole stadt loopen - dat gift hier sach en barg to kieken un vetellen…“ (11.30 Uhr ab Vierröhrenbrunnen).
Und schließlich haben Neubürger noch Gelegenheit „Würzburger Häppchen“ zu kosten: So heißen die kurzen Schnupper-Rundgänge, mit denen Stefanie Arz, Tony Walter und Christine Hofstetter zu den Highlights der Altstadt führen (11.00, 12.30 und 14.00 Uhr ab Vierröhrenbrunnen).
Für die Führungen ist keine Voranmeldung nötig. Der Infostand des Gästeführervereins befindet sich diesmal am Vierröhrenbrunnen. Das
Programm ist in einem gesonderten
Flyer (u. a. Tourist Info Falkenhaus) oder auf der Website www.wuerzburger-gaestefuehrer.de nachzulesen. Alle Themenführungen sind bei den Gästeführern auch jederzeit individuell buchbar.
Weltgästeführertag am Sonntag, 21 März 2010 in Würzburg
Wie auch schon in den Vergangenen Jahren beteiligt sich der Würzburger Gästeführer e. V. an der bundesweiten Aktion "Weltgästeführertag" auch in diesem Jahr.
Wir haben für Sie kostenfreie Stadt- und Museumsführungen organisiert, die Sie sicherlich interessieren werden.
Auch in diesem Jahr möchten wir wieder für unsere angebotenen Führungen Spenden sammeln. Ihre Spende kommt in diesem Jahr derNeugestaltung des Gedenkraumes zur Zerstörung Würzburgs im 2. Weltkrieg zu gute.
Ab sofort finden Sie unseren Flyer an verschiedenen Verteilorten im Stadtgebiet und auf jeden Fall in der Touristinfo im Falkenhaus.
hier finden Sie das Programm
hier können Sie unseren Flyer ausdrucken
"Es riecht nach Arbeit..." - International Tourist Guide Day am 21. Februar 2010
Pressemitteilung
Der Weltgästeführertag© in Deutschland - initiiert vom BVGD - bundesweit unter dem BVGD-Thema:
Es riecht nach Arbeit ... ©
Der International Tourist Guide Day wird seit 1990 von zahlreichen Gästeführerorganisationen weltweit am 21. Februar durchgeführt. In Deutschland ist der Weltgästeführertag© (WGFT) der Tag, an dem die Öffentlichkeit eingeladen ist, die Arbeit von gut ausgebildeten und im Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. (BVGD) organisierten Gästeführern kennen zu lernen.
Ab 1999 hat der BVGD-Vorstand die Koordination übernommen und die Aktionen jeweils unter ein gemeinsames Thema gestellt, das von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Jedes Jahr beteiligen sich ca. 60 BVGD-Vereine, die inzwischen weit über 150.000 Gäste bei ihren Veranstaltungen begrüßen konnten. Jeder BVGD-Mitgliedsverein trägt zum Gelingen dieses BVGD-Gemeinschaftsprogramms mit großem personellen Einsatz bei. Oft öffnen auch örtliche Institutionen und Bildungseinrichtungen unentgeltlich ihre Türen. Der WGFT erfüllt damit zwei wichtige Funktionen:
• Einerseits stellen sich die Gästeführer kostenlos zur Verfügung, um ihre Stadt, Region oder Landschaft neu erlebbar zu machen,
• andererseits ist der WGFT aber auch ein gutes Mittel, um Verantwortliche und Entscheidungsträger im Tourismus und in der Politik auf die Arbeit der im BVGD organisierten Gästeführer aufmerksam zu machen und sie für Kooperationen zu gewinnen. Auf diese Weise ist der WGFT im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu einer festen und erfolgreichen Einrichtung geworden.
Das BVGD-Thema für 2010 lautet "Es riecht nach Arbeit ...©".
Auch daran werden sich wieder viele BVGDler beteiligen und nach dem Motto: "Deutschland kostenlos kennen lernen" ein interessantes und vielseitiges Programm anbieten. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, und so haben die Kolleginnen und Kollegen mit viel Engagement und Einfallsreichtum neue und interessante Führungen für die hoffentlich wieder zahlreichen Gäste entwickelt.
Es gibt „Heilende Düfte“, aber es liegt auch „Chloroform in der Luft“. Eine „duftige Stadtführung“ und eine „Riechreise“ werden angeboten. Wie roch das, „als am Deich noch Kaffee geröstet wurde“? In den Straßen kann man „Geschichte riechen, schmecken, fühlen“, und man erfährt, von „Pflastermosaiken, einer uralten Kunst, die man mit Füßen tritt“. Da wird gefragt: „Wer will fleißige Handwerker sehn?“. Es wird über „Steingewinnung, Transport und Verarbeitung in der Antike“ berichtet und über die Entwicklung „von der Weberzunft zur Tuchfabrik“. Wie wird man „vom Pomeranzenverkäufer zum Tabakmillionär“?, usw.
Und all das riecht nach Arbeit … “, aber auch nach viel Spaß an der Arbeit. Bei einigen Veranstaltungen wird eine Verkostung von Wein, Schnaps, Likör, usw. angeboten - es gibt Marmelade, Laugenbrezel und Schmalzbrote... Die Kolleginnen und Kollegen vom Verein der Gästeführer u.Gästeführerinnen im Ruhrgebiet - VGR bieten nicht nur in mehreren Städten im Ruhrgebiet interessante Führungen an, sondern richten auch am 21. Februar in Oberhausen die zentrale Auftaktveranstaltung des BVGD zum Weltgästeführertag© 2010 aus, mit der seit 2008 der WGFT in Deutschland in einem der beteiligten Mitgliedsorte eröffnet wird. Dort riecht es ganz besonders nach Arbeit. Weitere Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte den örtlichen Veröffentlichungen.
Ein bundesweit einheitliches Plakat und ein Programmheft informieren auch dieses Mal wieder über die Bandbreite der – von den BVGD-Mitgliedern – angebotenen Veranstaltungen und Führungen. Detaillierte Auskünfte zu den örtlichen Veranstaltungen können Sie bei den von den Vereinen benannten Kontaktpersonen, bzw. über die im Programm genannten Internetseiten erhalten. Mehr Informationen zum WGFT und das bundesweite Programm für 2010 finden Sie auf der BVGD-Website www.bvgd.org .
Ingrid Schwoon