Welcome - Bienvenue

Sonderausstellung im Mainfränkischen Museum
Festung Marienberg Würzburg
vom 21.04 bis 29.07.2012
Programm Stadt-VER-Führungen 2012
Unser Programm zu den StadtVERführungen können sie in der Touristinfo Falkenhaus holen oder hier ]

Würzburg wird zwar immer „Barockstadt“ genannt, aber auch die Zeit der Gotik hat hier an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen. Zwei sehr unterschiedliche Beispiele der gotischen Baukunst sind das Franziskanerkloster aus dem 13. Jahrhundert und die Marienkapelle aus dem 15. Jahrhundert.
In der Klosterkirche des Franziskanerordens sind zwar typische Maßwerkfenster in gotischem Stil zu sehen. Die Kirche selbst aber wirkt eher wie ein romanischer Bau, mit ihren dicken Mauern und dem eher behäbigen Baustil. „Minoritengotik“ nannte man solche Kirchen auch, bezogen auf das Lebensmotto der Franziskaner, die sich als Bettelorden verstanden: „Ora et labora“. Also: Bete und arbeite und führe ein einfaches Leben.
Die Marienkapelle - fast zwei Jahrhunderte später entstanden – ist ein stilreines Exemplar der Spätgotik und verkörpert das Ideal der damaligen Baukunst: Hell, leicht, filigran, und in den Himmel strebend. Eben möglichst nah zu Gott hin, was der Frömmigkeit der damaligen Zeit entsprach. Außerdem war die Marienkapelle immer schon die Bürgerkirche Würzburgs und steht für das Streben der Bürgerschaft nach Selbstdarstellung. Dort begegnet man auch den Werken von Tilman Riemenschneider, einem der berühmtesten Bildhauer und Bildschnitzer seiner Zeit.