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Silvaner und Franken – Seit 350 Jahren glücklich vereint!
Im Jubiläumsjahr „350 Jahre Silvaner in Franken“ erfahren wir auf dem Weinbergsweg durch die Würzburger Lagen „Innere Leiste“ und „Schlossberg“, wo Frankens Renommiersorte ihren Ursprung hatte. Deutet der Name auf das düstere Transsylvanien hin oder gar auf den Waldgott Silvanus? Jedenfalls ist die Rebsorte ursprünglich eine Kreuzung von Traminer und „Österreichisch Weiss“.
Von Österreich aus gelangte der Silvaner Mitte des 17. Jahrhunderts nach Franken. Dafür verantwortlich war ein Mann, dem wir auf dem Weg hinunter zur Burkarder Kirche begegnen: Abt Degen aus dem Zisterzienser-Kloster in Ebrach. Er pflanzte die ersten Silvanerstöcke im April 1659 in die Casteller Weinberge. Von dort aus verbreitete sich der Silvaner in ganz Deutschland und wurde für lange Zeit die wichtigste Rebsorte. Nirgends aber ist er so tief verwurzelt wie hier in Franken, wo er heute wieder eine Renaissance erlebt.
Auf dem genüsslichen Spaziergang genießen wir nicht nur so ganz nebenbei die vielen reizvollen Ausblicke ins Maintal, aufs Käppele, und auf die Kulturdenkmäler der Altstadt.