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Sonderausstellung im Mainfränkischen Museum
Festung Marienberg Würzburg
vom 21.04 bis 29.07.2012
Programm Stadt-VER-Führungen 2012
Unser Programm zu den StadtVERführungen können sie in der Touristinfo Falkenhaus holen oder hier ]

Der kleine Pavillon auf der Bastionsmauer hinter der Mainschleuse trägt den Namen „Tivoli“ so wie der pittoreske Villenort in der Nähe von Rom. Dieser Name geht auf die Marketingidee eines königlichen Wehrmeisters zurück, der die Bastion im 19. Jahrhundert in sein neu gegründetes Heilbad an der Burkarderstraße einbezog. Ein zu seiner Zeit höchst romantischer Ort, zumal er an der Mündung des ehemaligen Umlaufkanals lag. Dieser Kanal erlaubte den Schiffen die Umfahrung des Streichwehrs im Main, denn eine moderne Schleuse gab es damals noch nicht.
Mehr als 250 Jahre lang gab dieser Wasserlauf dem Burkarderviertel einen ganz eigenen Charakter, mit vielen idyllischen Winkeln, aber auch mit der lärmenden Geschäftigkeit von Mühlen, Färbereien und Brauereien. Die Kraft der Mühlräder wurde übrigens ganz unterschiedlich genutzt. Nicht zuletzt, um Quellwasser auf die Festung zu pumpen. In diesem Ambiente hat der junge Balthasar Neumann seinen ersten Bau errichtet und bereits stadtplanerische Intentionen erkennen lassen. Die Spuren des früheren Kanals und der alten Bauten lassen bei den Teilnehmern des Rundgangs ein Stadtviertel mit besonderem Flair aufleben.