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Sonderausstellung im Mainfränkischen Museum
Festung Marienberg Würzburg
vom 21.04 bis 29.07.2012
Programm Stadt-VER-Führungen 2012
Unser Programm zu den StadtVERführungen können sie in der Touristinfo Falkenhaus holen oder hier ]

Einst waren Obelisken ein Symbol des Sonnengottes. In der Renaissance, der Zeit der Wiederentdeckung der Antike, begeisterte sich die europäische Oberschicht für die grandiosen Bauwerke Ägyptens. Damals waren Obelisken ein beliebtes Bauornament und dienten oft als Zeichen der Macht des Herrschers. In Würzburg zeugen zwei sehr verschiedene Brunnen von der Beliebtheit dieser Form im 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert: der Vierröhrenbrunnen im Rokoko-Stil und der klassizistische Marktbrunnen.
Bei der Gestaltung des Vierröhrenbrunnens orientierte sich Lucas van der Auwera an barocken römischen Brunnen. Insgesamt wirkt der Brunnen schmuckvoll und eher verspielt, obwohl mit der Darstellung der Kardinaltugenden ein hoher moralischer Anspruch verbunden ist. Den Marktbrunnen prägt dagegen die Formenstrenge - klassizistische Brunnenarchitektur, wie sie in Würzburg einmalig ist. Insgesamt wirkt der Obelisk von Andreas Gärtner eher monumental. Martin von Wagner schuf die antikisierenden Reliefs im Sockelbereich.