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Jahresversammlung der IGW am 31.01.2012 um 19 Uhr im Palais-Keller
„Als da starb Rabbi El´asar ... wurden die Quellen der Weisheit verstopft“, heißt es auf einem der mittelalterlichen jüdischen Grabsteine aus der Pleich. Die Inschrift zeigt, dass der jüdischen Gemeinde in Würzburg einst die bedeutendsten Gelehrten Europas angehörten.
Seit etwa 900 Jahren schon gibt es jüdisches Leben in der Stadt – eine Geschichte mit dramatischen Wendungen. Nach einem „Goldenen Zeitalter“ des Würzburger Judentums im Hochmittelalter kam es immer wieder zu Diskriminierungen, Entrechtungen und Verfolgungen. Jahrhunderte lang wurden die Juden als Spielball der Interessen zwischen Bürgern und Machthabern missbraucht. Doch nicht einmal die „Shoa“ im II. Weltkrieg hat die Israelitische Gemeinde dauerhaft an ihrem Fortbestehen hindern können.
Heute leben wieder 1.100 jüdische Mitbürger unter uns. Der Rundgang folgt den Spuren, die die jüdische Geschichte in Würzburg hinterlassen hat. Vom Pleicher Viertel, dem Fundort der „Judensteine“, geht es zur Marienkapelle – dem Standort der Synagoge und des Judenviertels im Mittelalter. Über den Dom führt die Route dann weiter zur Bibra- und Domerschulstraße – den Zentren jüdischer Bildung und Religionsausübung im 19. und 20. Jhdt.